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Endlich wieder ein FRIDA-Treffen!

Copyright Zeinab Akbarinanehkaran

Nach langer Corona-bedingter Pause war es endlich wieder soweit. Die Organisatorin vom Forum Ehrenamt, Nisa Punnamparambil-Wolf, teilte den Termin zum Frauen-Picknick im Rahmen des FRIDA-Projektes mit. Fast 30 Frauen folgten am Sonntag, den 29. August 2021, der Einladung des Forum Ehrenamt in das Haus Heisterbach.

Wegen der Covid-19-Pandemie konnten die sogenannten FRIDA-Treffen lange nicht stattfinden. Umso schöner war es, Ende des Sommers so viele Frauen verschiedener Nationalität und Herkunft mit und ohne Kinder begrüßen zu können: Eine junge Mutter aus Nigeria nahm ebenso teil wie Frauen aus Aserbaidschan, Syrien, Afghanistan, Korea, Indien, Brasilien und dem Kosovo. Auch einige deutsche Frauen hatten sich eingefunden. Viele hatten sich lange nicht gesehen und ausgetauscht, aber auch einige neue Gesichter konnten begrüßt werden.

Als musikalische Begrüßung spielte Zeinab, eine Schülerin mit Wurzeln im Iran, auf der Gitarre die Titelmusik aus dem Film „Fluch der Karibik“ sowie zwei klassische Stücke. Wie jede Frau, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommt, erlebte auch Zeinab eine ganz besondere Lebensgeschichte. Diese teilte die junge Frau mit den Teilnehmerinnen: Mit sechs Jahren verließ sie zusammen mit ihrer Mutter den Iran. Bereits in ihrem Herkunftsland träumte sie davon, Gitarre spielen zu lernen. Diesen Plan setzt sie nun seit mehreren Jahren in Deutschland mit Unterstützung ihres Gitarrenlehrers Götz Berger um. Zuletzt gewann sie beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ mit ihrer Darbietung einen ersten Preis. Welch eine großartige Leistung!

Viele Frauen brachten kulinarische Spezialitäten, die für ihre Herkunftsländer typisch sind, mit und bereicherten damit den reich gedeckten Buffet-Tisch. Während des Essens konnten sich alle unterhalten und darüber austauschen, wie es ihnen in den zurückliegenden Monaten ergangen ist. Das Wiedersehen, das Spielen der Kinder, das Essen, das Reden, war in dieser Form lange nicht selbstverständlich. Denn die Anwesenden hatten zum Teil mehrfache vierwöchige Quarantänen erlebt, und das zu mehreren Personen in einem einzigen Zimmer in einer Übergangsunterkunft. Was dies besonders für die bewegungshungrigen Kinder und deren Eltern und Geschwister, mit und ohne Homeschooling, bedeutet, können sich Außenstehende kaum ausmalen. 

Das Frauenfrühstück FRIDA findet nun wieder monatlich statt. Der Einstieg macht immer ein kurzer thematischer Vortrag. Die kommenden Termine für das Frauenfrühstück finden sich auf der Internetseite des Forum Ehrenamt unter https://forum-ehrenamt.de/projekte/frida/. Das Frauenfrühstück FRIDA ist eine Initiative von Migrantinnen, Flüchtlingsfrauen und deutschen Frauen.

FRIDA kommt vom althochdeutschen Wort fridu und bedeutet Frieden. Das Programm FRIDA – Frauen Integration durch Austausch von Frauen für Frauen aus aller Welt – möchte die Vielfalt unter Frauen durch Begegnung, Gespräche, Austausch und gemeinsame Aktionen sichtbar machen und ihre Stärken für ein friedliches und bereicherndes Miteinander nutzen.

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