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FRIDA im März - Ausbildung und Beruf - Integration in den Arbeitsmarkt

Bei schönem Wetter und mit guter Laune trafen sich im neuen Jahr 2020 rund 30 Frauen mit ihren Kindern zum zweiten Mal in Haus Heisterbach zum Frauenfrühstück. Der Andrang war groß und man könnte fast meinen, die Frauen ahnten schon, dass Sie sich eine Weile nicht mehr sehen würden. Schwerpunkthema war diesmal wieder Beruf/Ausbildung und Schule. Wieder hat ein international besetztes Frauen-Team aus Brasilien,  Afghanistan, Mexiko und Deutschland in Eigenregie den Raum und das Frühstücksbuffett vorbereitet. Frau Punnamparambil-Wolf begrüßte alle Frauen herzlich und moderierte einen kleinen interaktiven Einstieg in dem die Frauen darüber reflektierten, welche Voraussetzungen man für bestimmte Bildungswege benötigt. Es wurde über Berufswünsche und notwendige Schritte die zur Ausbildung führen können gesprochen. Als externe Referentin eingeladen war Lisa Trimborn vom Bildungszentrum Grone aus Bonn. Sie stellte ihr Projekt  "Berufsorientierung für Flüchtlinge - Praxisnah in eine Ausbildung" vor. Dieses Projekt soll die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erleichtern.  Aufgrund der Corona-Krise wurde der Beginn nun auf nach Ostern verschoben. Es sind noch Plätze frei!

Frau Trimborn informierte das Forum Ehrenamt, dass das Bildungszentrum nun auch auf online-tools und online-Unterricht umgestellt hat. Ein besonderer Service des Bildungszentrums ist, dass jeder der sich anmeldet einen Laptop ausgeliehen bekommt. Man kann sich telefonisch oder per E-Mail anmelden oder eigenständig das online-Formular ausfüllen. Frau Trimborn ist mobil erreichbar unter  0179 / 6032348 und steht gerne für Fragen zur Verfügung.

Yagmur Genc, Studentin der Politikwissenschaften und ehrenamtliche Mitarbeiterin im Bereich FRIDA, konnte netterweise Katharina Genc, Logopädin aus Königswinter, motivieren ihren Beruf im Rahmen des Frauenfrühstücks vorzustellen. Frau Genc erklärte den Inhalt und den Alltag ihres Berufs als Logopädin. Interessant war dieses Thema für die Frauen, weil viele Kinder zur Sprachförderung vom Kinderarzt ein Rezept für die Logopädie ausgestellt bekommen. Da die Mütter diese Form der Förderung aus ihren Heimatländern nicht kennen, ist Ihnen oft die Sinnhaftigkeit von Spielen und Übungen während dieser Termine nicht klar und sie brechen logopädische Therapien ab. Die Möglichkeiten einer logopädischen Therapie zur Förderung der Sprachentwicklung sind vielfältig und können Kinder in ihrem Selbstbewusstsein stärken und dadurch den Umgang mit "Deutsch als Fremdsprache" positiv beeinflussen. Frau Genc stellte auch kurz die Ausbildung zur Logopädin vor. Als Zugangsvoraussetzung gelten mindestens ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) oder ein Hauptschulabschluss in Kombination mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung.

Zum Schluss wies die Referentin noch darauf hin, dass Sprach- und Sprechprobleme nicht immer daran liegen müssen, dass man aus einem anderen Land kommt. Auch deutsche Kinder gehen zur Logopädin weil sie stottern, lispeln, zu leise oder zu laut sprechen. Wichtig ist, die Ursache herauszufinden und dann die richtige Therapie anzuwenden. Denn Kinder können auch aufgrund von Hörproblemen schlecht verstehen und sprechen oder weil sie traumatisiert sind "verstummen".

Gefreut haben sich die Frauen auch sehr über den letzten Beitrag. Kosovare K. berichtete aus ihrem Alltag als Altenpflegeauszubildende, Mutter von zwei Kindern und Ehefrau. Sie erzählte sehr lebendig und positiv aus ihrem Alltag. Dabei verschwieg sie nicht Probleme und Schwierigkeiten des Alltags. Klar ist, dass sie für Viele ein Vorbild ist und andere Frauen von ihr lernen können, wie man Beruf und Familie innerhalb und außerhalb der Flüchtlingsunterkunft miteinander vereinbaren kann. Frau K. betonte auch immer wieder, dass sie ihrem Mann, ehrenamtliche Sprachpaten sowie Integrationshelferinnen sehr dankbar für die Unterstützung im Alltag ist. Sie ermutigte andere Frauen, sich trotz bürokratischer Hürden nicht entmutigen zu lassen und ihre Ziele zu verfolgen. Nichts sei schlimmer als keine Ausbildung, Arbeit oder einfach überhaupt keine Ziele/Perspektive zu haben.

Nach diesen vielfältigen Inputs wurde gefrühstückt. Die Frauen tauschten sich sehr lebhaft miteinander aus und probierten die mitgebrachten Speisen aus sieben Nationen. Eine Gruppe von Frauen räumte/reinigte die Küche und Frühstucksraum gemeinschaftlich auf und  gegen 13.30 Uhr hatten auch die letzten Frauen das Haus zu Fuß, mit dem Bus oder in Fahrgemeinschaften verlassen.

Aufgrund der Corona-Krise fällt nun das nächste Frauenfrühstück am 19. April leider aus. Sobald mehr Klarheit zum Thema Kontaktsperre herrscht, veröffentlichen wir den neuen Termin. Das nächste planmäßige Frauenfrühstück ist am 7. Juni 2020.

(Auf dem Foto sind nur die Frauen mit Kindern abgebildet, die sich fotografieren lassen wollten.)

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