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„Frauen und Beruf“ – Frauenfrühstück in Heisterbach mit Dagmar Woodward und Frauke Fischer

Das zweite Frauenfrühstück im Jahr 2019 stand ganz unter dem Thema berufliche Perspektiven im Hotel und Gastronomiebereich. Nach einer fröhlichen Begrüßungsrunde folgte ein mit viel Kreativität ehrenamtlich von Frauen vorbereitetes und dekorativ angerichteten Frühstücksbuffet. Danach gab Dagmar Woodward, ehemalige Direktorin des Jumeirah Frankfurt und seit 2015 als Integrationslotsin des Forums in Königswinter engagiert, einen Überblick zu Ausbildungsberufen sowie zu bezahlten Tätigkeiten ohne Ausbildung im Hotelgewerbe. Viele Frauen waren erstaunt, dass es auch in Deutschland bezahlte Tätigkeiten gibt, für die man nicht unbedingt eine Ausbildung braucht. Die Sprache, so Frau Woodward sei schon wichtig, da man es ja auch mit Gästen als Zimmermädchen/Roomboy zu tun hat, aber es sei nicht immer unbedingt Voraussetzung für die Aufgabe als Spülerin oder einfache Küchenhilfe. Oftmals seien es auch Tätigkeiten, die viele geflüchtete Frauen schon jahrelang als Mütter und Familienmanagerinnen sowieso praktizieren und somit als ungelernte Kraft auch Kompetenzen mitbringen. Sie ermutigte auch die Frauen, die die deutsche Sprache nicht so gut beherrschen würden im Hotelbereich nach Praktikastellen zu fragen oder Probearbeiten anzubieten. Ein gepflegtes Äußeres, bestimmte Höflichkeitsformen und Belastbarkeit wären von Nöten. Die meisten Tätigkeiten erforderten langes Stehen. Frauke Fischer, die Gleichstellungsbeauftragte von Königswinter wies noch daraufhin, dass es wichtig sei die Verträge die man vorgelegt bekäme nicht sofort zu unterschreiben. Wichtig sei es die Verträge prüfen zu lassen (Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und Lohn). Sie bot den Frauen auch ihre Hilfe bei der Prüfung eines Vertrages an. Bevor es zum gemeinsamen Frühstück überging erzählte die junge Israa begeistert von ihrem Praktikum aus einer Großküche, dass Sie im Rahmen ihres Schulpraktikums 6 Wochen lang machen musste. Das Praktikum habe ihr Spaß gemacht, aber auch ihre Grenzen aufgezeigt. Da sie nicht mit Schweinefleisch in Berührung kommen und auch kein Alkohol ausschenken wolle, wäre dies für die Zukunft kein geeigneter Arbeitsplatz für sie. Auf die Frage ob das Kopftuch im Hotelgewerbe ein Hindernis oder Problem darstelle, antwortete Frau Woodward, dass es natürlich darauf ankäme ob man in einer internationalen Hotelkette arbeite, in welchem Land man arbeitet und in welcher Position. Es gäbe durchaus Hotels in Deutschland, die am Empfang oder bei der Anmeldung kein Kopftuch erlauben. Andererseits gäbe es auch Hotels, die damit kein Problem hätten.

Mehrsprachigkeit sei eine Kompetenz, die man im Lebenslauf immer aufführen sollte. Dabei sollten geflüchtete Frauen nie darauf verzichten ihre Muttersprache zu benennen. Mittlerweile würden viel mehr Menschen aus arabischsprachigen Ländern in Deutschland und der Schweiz ihren Urlaub verbringen. Außereuropäische Sprachkenntnisse sind sowohl im Hotel und Gastronomiebereich sowie im Gesundheitswesen wichtige Kompetenzen. Das Forum Ehrenamt bedankte sich zum Schluss bei Frau Woodward für die Einblicke in die Hotelbranche und bei Frauke Fischer über die die Tipps zur  Prüfung von Arbeitsverträgen und zur Herausarbeitungen besonderer Kompetenzen.

Bericht: Nisa Punnamparambil-Wolf

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